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Geboren
um 970 auf Burg Geldern, verlebte Adelheid im Kreise ihrer vier Geschwister eine
glückliche Kindheit. Schon früh wurde sie dem Stift bei St. Ursula in Köln zur
Erziehung übergeben. Als die frommen Eltern nach dem Tode ihres einzigen Sohnes
auf dessen Erbe im Auelgau ein Damenstift errichteten, setzten sie Adelheid vor
987 als dessen erste Äbtissin ein. Ihre große Liebe zum Gottesdienst, ihre Sorge
um das Schulwesen und ihre Hingabe im Dienste der Armen und Kranken machten
Stift Vilim zu einem vielbesuchten Mittelpunkt. Nach dem Tode ihrer Eltern
wandte sie sich noch inniger Gott zu und führte, nachdem sie die strenge Regel
der Benediktinerinnen ein Jahr lang in aller Stille im eigenen Leben erprobt
hatte, diese in ihrem Kloster ein.
Nach dem Tode ihrer Schwester Bertrada, der Äbtissin von Maria im
Kapitol in Köln, erwirkte Erzbischof Heribert im Jahre 1000 beim Kaiser ihre
Ernennung zur Äbtissin auch dieses Klosters. Hier wurde sie zu seiner getreuen
Helferin in der Bewältigung der schweren sozialen Nöte, die durch die
Jahrtausendwende und die Hungersnöte der Jahre 1000, 1005, 1006 und 1009 über
Land und Stadt hereinbrachen. Sie starb wohl 1015 nach kurzer Krankheit eines
gottseligen Todes, betrauert vom Erzbischof und allem Volke, und wurde am 5. Februar
nach Vilich überführt.
Gott selbst sorgte für ihre Verherrlichung. Der Heilung eines
Blinden, gleich am 30. Tage nach ihrem Tode, folgten viele andere Wunder. Die
alsbald einsetzende Verehrung hat mit Billigung der Kirche ununterbrochen bis in
unsere Zeit angehalten.
In ihrer frohen Hingabe an Gott, ihrem liebenden Dienst an der
Jugend, an den Armen und den Kranken, ist diese tatkräftige Frau zu einem
Vorbild auch unserer Zeit geworden.
Aus dem Hirtenwort von Josef Kardinal Frings anlässlich der
Verkündigung der Heiligsprechung der Adelheid von Vilich am 8. Juni 1966
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