|
| |
10.10.2011 | Bonner Münster
Fanfarenklänge, Donnerschläge und Feuerwerk
Auftakt zum Fest der Stadtpatrone: Lichterprozession und Öffnung
der Gruft
Fanfarenklänge und drei donnernde Schläge auf den Deckel der
Gruft waren das Zeichen: Auf Bitten des Bezirksbürgermeisters ließ Stadtdechant
Monsignore Wilfried Schumacher zum Auftakt des Stadtpatronefestes am
Sonntagabend die in der Krypta des Münsters befindliche Gruft der Heiligen
Cassius und Florentius öffnen. Noch bis zum 18. Oktober wird diese für die
Öffentlichkeit zugänglich sein, gedenkt die Stadt unter dem Leitwort „Gott ist
immer größer“ mit zahlreichen Gottesdiensten und musikalischen Darbietungen
ihrer beiden Schutzheiligen und sind Pilger aus nah und fern eingeladen, über
den Pilgerweg im Münster zum Schrein der Heiligen zu ziehen.
Der Öffnung der Gruft war ein feierlicher, von Generalvikar
Dominik Schwaderlapp zelebrierter Gottesdienst vorausgegangen, zu dem sich
Hunderte Menschen in der Basilika eingefunden hatten. Stadtdechant und
Münster-Pfarrer Schumacher erinnerte in seiner Predigt an das Beispiel der
römischen Soldaten Cassius und Florentius, die für ihren Glauben den Tod
erleiden mussten: „Wir lassen uns unseren Gott nicht ausreden, das ist die
eigentliche Botschaft der beiden Märtyrer: Gott ist immer größer, kostbarer
sogar als das eigene Leben“. Jesus Christus lade die Menschen ein zum Fest des
Lebens und diese Einladung sei „Aussage und Auftrag zugleich“, so Schumacher
weiter: „Als Christen sind wir dazu aufgerufen, durch unser Leben zu zeigen,
dass auch wir für unsere Überzeugung eintreten“.
Im Anschluss an den Gottesdienst wurden die Reliquienbüsten der
beiden Heiligen in einer feierlichen Lichterprozession durch die Basilika
getragen und neben dem Altar aufgestellt; die Prozession selbst endete in der
Krypta des Münsters, wo im Beisein vieler Gottesdienstbesucher der Bonner
Bezirksbürgermeister an die Tradition der Heiligenverehrung in Bonn erinnerte
und um die Öffnung der Gruft bat. Im Lied der Stadtpatrone riefen die Anwesenden
die beiden Heiligen an, „Volk und Stadt am Rhein“ auch weiterhin unter ihren
Schutz zu nehmen. Erstmals gab es zum Auftakt der Festdekade ein Feuerwerk auf
dem Münsterplatz, zu dem Msgr. Schumacher alle Gottesdienstbesucher einlud.
In den kommenden zehn Tagen werden tausende Pilger im Bonner
Münster erwartet; kirchliche Institutionen, Grundschulen, mehr als 20
Kindertagesstätten und auswärtige Pilgergruppen feiern Gottesdienste und ziehen
den Pilgerweg durch die Basilika. Ein weiter Höhepunkt der Feierlichkeiten wird
das Festhochamt mit dem Kerzenopfer des Rates der Stadt Bonn sein, das am
Sonntag, 16. Oktober, von Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch dargebracht wird.
| |
|