Bonner Münster | Stadtdekanat | Erzbistum Köln | Presse

Fest der Bonner Stadtpatrone

Cassius und Florentius

9. bis 18.10.2011

 

 

 

 

 

 

>>

Gott ist

immer größer

zurück

Citypastoral Bonn

Münster-Laden

Münster-Stiftung

Münster-Bauverein

Münster-Musik

Münster-RaumPädagogik

Münster-Carré

 

 

11.10.2011 | Bonner Münster

 

„Unser Freund heißt Jesus Christ“

 

Vorschulkinder beim Pilgerweg im Bonner Münster

 

 

Staunend stehen sie vor den tonnenschweren Granitköpfen neben dem Münster, ganz schnell aber zeigen die ersten Finger auf den römischen Soldatenhelm, den sie vom Heiligen Martin kennen, und aufmerksam lassen die Mädchen und Jungen sich erklären, an wen die Steinhäupter erinnern sollen – die aus dem oberägyptischen Theben stammenden römischen Soldaten Cassius und Florentius, die beiden Stadtpatrone Bonns, die für das Festhalten an ihrem Glauben den Märtyrertod starben.

 

Gemeinsam mit ihren Erzieherinnen und Pastoralreferentin Brigitte Schmidt wollen die 16 Vorschulkinder der Tagesstätte St. Quirin den Pilgerweg im Bonner Münster gehen; dass jemand den eigenen Tod in Kauf nahm, um Gott treu zu bleiben, scheint für die Mädchen und Jungen zunächst schwer fassbar. „Kann denn heute auch noch so etwas passieren?“, will einer der Jungs mit großen Augen wissen.

 

Kinder altersgerecht mit dem christlichen Glauben, dem sakralen Raum und einem wichtigen Teil der Stadtgeschichte in Berührung bringen – dieses Ziel hat man sich im Bonner Stadtdekanat für die Festdekade in Gedenken an die Stadtpatrone Cassius und Florentius gesetzt und hierzu ein eigenes Programm unter dem Motto „Unser Freund heißt Jesus Christ“ vorbereitet. Und wie immer ist die Nachfrage groß: Mehr als 20 Kindertagesstätten haben sich auch 2011 zum Pilgerweg angemeldet.

 

Die ersten Schritte auf diesem Weg führen die Vorschulkinder aus St. Quirin zum Hauptportal der Basilika und zum Weihwasserbecken. Einige müssen sich hochheben lassen, um sich ein Kreuzzeichen auf die Stirn malen zu können, zur Bedeutung der Taufe aber wissen alle etwas zu erzählen. Der Weg durch die Basilika führt die junge Pilgergruppe vorbei an der Heiligen Helena und dem Standbild der Gottesmutter in den Hochchor, wo Pastoralreferentin Brigitte Schmidt das goldene Mosaikbild in der Apsis erläutern möchte. „Jesus sitzt auf einem Thron über einer Weltkugel und einem Regenbogen“, beschreibt ein Mädchen. „Und er hat Flip-Flops an“, entfährt es einem kleinen Jungen angesichts der ledernen Sandalen an den Füßen Christus. „Unser Freund heißt Jesu Christ“, singen die Mädchen und Jungen aus St. Quirin in der Apsis, „weil er immer bei uns ist“. „So wie er auch Cassius und Florentius nicht verlassen hat“, erklärt Brigitte Schmidt vor den Reliquienbüsten der beiden Stadtpatrone.

 

Aufmerksam und gespannt haben sich die Kinder vor den wertvollen, am Altar aufgestellten Büsten versammelt, die nur einmal im Jahr, während der Festdekade, der Öffentlichkeit gezeigt werden. Durch ein kleines „Fensterchen“ versuchen sie  einen Blick auf mögliche Knochenreste zu erhaschen. „Etwas ganz Kostbares“ verspricht Brigitte Schmidt den Kindern im „Keller“ der Basilika, der Krypta – vor dem Reliquienschrein der beiden Stadtpatrone brennt eine Kerze, auf einer Tafel steht geschrieben „Wer aber bis zum Ende standhaft bleibt, der wird gerettet“. Treu bis zum Tod seien auch Cassius und Florentius Jesus Christus gewesen, erklärt Brigitte Schmidt: „Sie wollten den Kaiser nicht wie ihren Gott verehren und wurden deshalb getötet“. Die Kinder fragen nach, sie wollen es kaum glauben. Vorsichtig klettern sie mehrere Treppenstufen hinunter in die geöffnete Gruft.

 

Andächtig lauschen sie dem Gebet, das die Pastoralreferentin in der Krypta spricht: „Der Heilige Cassius und der heilige Florentius haben dir, dem großen Gott, die Ehre gegeben, auch als es für sie gefährlich wurde. Sie waren mutige Christen. Wir bitten dich: Schenke auch uns die Kraft und den Mut heute als Christen zu leben“. Beim Vaterunser beten die Kinder mit, mit einem entschiedenen Amen bekräftigten sie ihre Freundschaft zu Gott.

 

Dass die Stadtpatrone Cassius und Florentius Schutzheilige sind, die dafür sorgen und helfen, dass es den Menschen in Bonn gut geht, haben die Kinder am Ende ihres Rundgangs durch die Basilika gelernt. Und auch ein rotes Pilgertuch als Erinnerung an den Besuch lassen sie sich gern um den Hals oder als Kopftuch binden – im mittelalterlichen Kreuzgang bilden sie ein fröhliches Gruppenbild, für das auch erwachsene Pilger gern stehen bleiben.

■ Videothek

■ Cassius & Florentius

■ Pilgerweg

■ Gastronomie

 

Impressum | Rechtliches | Copyright: Bonner Münster