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Fest der Bonner Stadtpatrone

Cassius und Florentius

9. bis 18.10.2011

 

 

 

 

 

 

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11.10.2011 | Bonner Münster

 

Glaube lebt vom Vertrauen: „Ja, ich will mit Dir durchs Leben gehen“ – Die beste Botschaft der Welt

 

Weihbischof Melzer feiert Eucharistie mit den Orden und neuen geistlichen Gemeinschaften

 

 

In einem sehr eindrucksvollen Gottesdienst mit den Ordensleuten, Kongregationen und den neuen geistlichen Gemeinschaften in Bonn zur Festdekade der Stadtpatrone Cassius und Florentius stellte  Weihbischof Manfred Melzer die Nachfolgefrage. „Die Stadtpatrone haben sich auf „Gott mit dem großen Herzen eingelassen“ und dafür ihr irdisches Leben verloren. „Sind wir die, die von diesem Gott leben wollen?“ Sagen wir: „Ja ich will mit Dir durchs Leben gehen, mit Gott mehr leben, mit Gott mehr lieben?“ Für Weihbischof Melzer heißt das, den „Weg für die beste Botschaft der Welt zu gehen, mit Christus in die Freiheit“.

 

Mit sehr klaren, aufrüttelnden Worten sprach der langjährige erzbischöfliche Kaplan des früheren Kölner Erzbischofs Kardinal Joseph Höffner auch den Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche an. Die christliche Botschaft habe „harte Kanten der Unterscheidung“. Er sei erschüttert, wenn Menschen ihm sagten, ihr Urvertrauen in die Kirche sei zerbrochen. Melzer erinnerte an die Karfreitagsbitte, die der damalige Kardinal Josef Ratzinger im Kolosseum für den bereits schwer erkrankten Papst Johannes Paul II formulierte: „Herr, wie viel Schmutz gibt es in der Kirche“. Melzer sprach aber auch über die Verhältnismäßigkeit. Seit 60 Jahren haben 5000 Priester im Erzbistum Köln ihren Dienst versehen, 40 von ihnen hätten sich an jungen Menschen oder Kindern vergangen. Viele hätten keine Schuld auf sich geladen, von denen man in der Öffentlichkeit nicht spreche. Aber es hätten sich auch Abgründe aufgetan, seien „Menschen zu Monstern“ geworden.  Vor diesem Hintergrund dürfe die Kirche nicht hochmütig sein sondern brauche neue Tapferkeit.

 

Stadtdechant Msgr. Wilfried Schumacher, der gemeinsam mit dem Bischof und dem Bonner Hochschulpfarrer Pater Gerold Jäger konzelebrierte, hatte Manfred Melzer zu Beginn des Gottesdienstes begrüßt. Der Bischof freute sich, wieder in dieser „herrlichen Basilika, die ihres Gleichen sucht“ Gottesdienst feiern zu dürfen. Melzer erinnert sich auch noch gut an den Papstbesuch 1980 in Bonn, als Johannes Paul II. das Münster besuchte und vor dem Schrein der Stadtpatrone betete.

 

Die Messe wurde musikalisch gestaltet von der Choralschola am Bonner Münster unter Leitung von Sebastian Hohberg.  Sie endete mit der Lichterprozession durch die Basilika, den Fürbitten, Segen und dem nur in der Festdekade gesungenen Lied („Schützet Bonn die Stadt am Rhein“) an der Gruft der Märtyrer. Danach begegneten Melzer und Schumacher den Ordensleuten, unter ihnen viele Schwestern, im Kapitelsaal.

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