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Bonner Münster |  15.10.2011

 

Stadtdechant Schumacher fordert internationale Ächtung der Christenverfolgung

 

100 Millionen Christen in 50 Ländern stark unter Druck

 

 

Wie Cassius und Florentius werden auch heute noch Christen wegen ihres Glaubens verfolgt

Eine Ächtung der Christenverfolgung durch die internationale Gemeinschaft der Staaten hat Stadtdechant Wilfried Schumacher gefordert. Bei der Pilgermesse am vergangenen Freitag (14. Oktober 2011) wies er auf den Zusammenhang zwischen dem Märtyrertod der Bonner Stadtpatrone Cassius und Florentius, deren Gebeine im Münster bestattet sind, und der Christenverfolgung hin. Experten, so berichtete Schumacher zur Eröffnung des Gottesdienstes, gehen davon aus, dass in 50 Ländern der Erde rund 100 Millionen Menschen wegen ihres Bekenntnisses zu Christus verfolgt, benachteiligt, gefoltert, getötet,  gesellschaftlich ausgegrenzt oder in die Flucht aus ihrer Heimat getrieben würden. Schumacher mahnte die Kirche in den freien Ländern der Erde, zum Anwalt und zur Stimme der Verfolgten zu werden. „Wir verehren unsere thebäischen Märtyrer, wir bewundern ihre Glaubensstärke, aber wir sind herausgefordert, uns auch dem aktuellen Leiden von Millionen Christen zu stellen. Das darf in Kirche, Politik  und Gesellschaft kein Randthema sein und muss aus der Nische bedauernswerter, aber angeblich nicht änderbarer Zustände herausgeholt werden“.

 

Gestützt auf die Erhebungen des Hilfswerks „Open Doors“,  neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und dem jüngsten Angriff auf koptische Christen in Ägypten, der über 20 Menschenleben forderte, wies Schumacher darauf hin, keine Religionsgemeinschaft stehe weltweit unter einem solchen Druck wie Christen. Sie bildeten die am stärksten bedrängte Religionsgruppe. Wichtig sei es, dass es neben dem Recht auf Religionsfreiheit, auch ein Recht auf Konversion gebe, denn der Wechsel der Religion. die Bekehrung zum Christentum stehe in einigen Staaten sogar unter Strafe.

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