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Fest der Bonner Stadtpatrone

Cassius und Florentius

9. bis 18.10.2011

 

 

 

 

 

 

 

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Gott ist

immer größer

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Gesänge zu Ehren der Stadtpatrone

Cassius & Florentius

Cassius, Florentius

Das Lied der Stadtpatrone

Text: Adolf Düppengießer, Weise: Hubert Brings, 1964

Cassius, Florentius,

ihr seid uns von Gott gegeben,

Söhne einer fernen Zeit

als ein Vorbild und Geleit.

Er verlangte euer Leben,

und ihr folgtet ihm bereit.

Söhne einer fernen Zeit.

 

Cassius, Florentius,

unschwer war, euch zu entscheiden,

wo der wahre König war.

Statt der Götter Wahnaltar,

wähltet Tod ihr, Schmach und Leiden

gläubig mit der Helden Schar.  

wo der wahre König war.

 

Cassius, Florentius,

Erde ward des Blutes Schale,

unsre Heimat, euer Land.

Und aus unsrer Väter Hand

Wuchs das Münster, euch zum Male,

das der Zeiten Sturm bestand.

Unsre Heimat, Euer Land.

 

Cassius, Florentius,

wehrt auch fernerhin dem Feinde,

schützet Volk und Stadt am Rhein!

Mehr als euer Grab aus Stein

Lebt ihr fort in der Gemeinde:

Unser Herz sei Euer Schrein!

Schützet Bonn, die Stadt am Rhein!

Vor dem Höchsten, Hochgeweihten

Hymnus zu Ehren unserer Stadtpatrone. Wiederaufgefunden im Kirchenarchiv von Kiedrich. (Melodie GL 637)

 

 

Vor dem Höchsten, Hochgeweihten,

nahm die Kirche die im Streiten

an dem hellen Jubel teil.

Der der Siegenden erglänzet,

da sie die Thebäer kränzet,

deren Fall der Sünder Heil.

 

Habt von Helden nicht gehöret,

die, was Engel einst zerstöret,

herrlich wieder auferbau'n?

Nicht von Davids wahren Mannen,

die mit ihm den Sieg gewannen

über Fleisch, Welt, Teufels Grau'n?

 

Bürger stolz vom Nilesstrande

ziehn zum Staat der Gotteslande

und zum Fürsten, der ihn lenkt.

Der der Kirche Gnadenlehren

und der Taufe Gnadenehren

ihnen huldvoll selber schenkt.

 

Römer Glaubensschild zur Seite

weih'n sie mutig sich dem Streite

unter Romas Kaiserar.

Dann heißt's Götter zuzuschwören,

um den Namen schön zu hören:

„die Thebäische – Ehrenschar."

 

Gottes Männer, seht aus Theben,

wollen Gott, was Gottes geben,

ihrem Herrn, was dessen ist.

Mann für Mann den Bluteszehnten

ihrem Kaiser, dem Ersehnten,

ihren Geist, Herrn König Christ.

 

Als die Opfer all geschlachtet,

strömt aus Augen, jäh umnachtet

Blütenglanz voll Süßigkeit.

Doch die meisten, roh zerhauen,

geistig Glaubensheil erschauen

sel'gen Scharen eingereiht.

 

Auch zu Bonn, zu Köln, zu Xanten,

Ehrentempel bald erstanden

heil'gem Tod auf heil'gem Grund.

Weihrauchbrand steigt ihrem Ruhme

Salzesopfers edle Blume

sucht auf's neue Gottes Bund.

 

Heil'ge Sieben, deren Spenden

siebenförmig sich vollenden,

Cassius führt zum Heil’gen Geist.

Guter Jesus, Deine Gaben

freuen uns wie echtes Haben,

der du Heldenkrone heißt.

 

Durch die Fürsprach solcher Krieger

laß uns werden Geistessieger,

Christ, der soviel Güte weist!

Mach uns wert, den Glanz zu schaun,

den da streu'n durch Himmelsauen,

Vater, Sohn und Heil'ger Geist!

Treue und männlichen Mut

Hymnus aus dem Stundenbuch

 

Treue und männlichen Mut

habt oft im Kampf ihr bewiesen,

Christen der ruhmreichen Schar,

die man thehäische nennt.

 

Was einem Kaiser gebührt,

habt ihr dem Kaiser gegeben:

weit in das rheinische Land

trugt ihr den römischen Aar.

 

Doch einem größeren Herrn

wart ihr zum Dienste verpflichtet:

höher als irdische Gunst

stand euch die Ehre des Herrn.

 

Ihm durch die Taufe geweiht,

habt ihr das Leben geopfert:

immer den zehnten von euch

fällte das tödliche Schwert.

 

Ihr, die im heiligen Kampf

die Ehre Gottes verteidigt,

seid nun bei Christus, dem Herrn,

Sieger im himmlischen Reich.

 

Niemals verstummt euer Lob

in Köln, in Bonn und in Xanten:

gläubiges Volk sprosst hervor

neu aus der Märtyrer Blut.

 

Kämpfer für Glauben und Recht,

erfleht uns Christen auf Erden

Mut, der zu Gott sich bekennt,

Treue zu Christus, dem Herrn. Amen.

Rex sempiternae lucis auctor unice

Hymnus aus dem Stundenbuch

 

Rex sempiternae lucis auctor unice,

nos atque plebis cerne vota supplicis,

tui perenni sub honore nominis

laudi piorumservientes martyrum.

 

Te Gereonem praepotentem militern,

viris trecentis bis novenis additis,

ut castra quondam praenitebant Abrahae,

patronum nobis, tibi testern sanxeras,

 

Victor eadem mente spernens iudicem,

triginta secum terque centum martyrum

trophaea sacra vexit ad caelestia,

par Gereoni passione martyri.

 

Splendent ad ista martyrum sollemnia

septem lucernae fulguranti lumine,

his Cassius praefulget et Florentius

in laureato purpuratorum choro.

 

Ave, beata martyrum constantia,

multiplicata triplici victoria;

pacem manentem, sanctitatem perpetem,

te deprecante, consequamur prospere.

 

Sit Trinitati laus perennis simplici,

Patri potenti, Filioque compari,

in unitate Spiritus Paracliti,

in sempiterna saeculorum saecula. Amen.

Urbs Bonnensis, urbs Rhenalis

von Hermann-Josef Frings

Urbs Bonnensis, urbs Rhenalis,

diu sedes principalis,

olim plebis curia,

regi regum pange laudes,

quae de bimillensi gaudes

varia historia.

Du Stadt Bonn, Du Stadt am Rhein, lange Zeit warst Du einmal Regierungssitz und Stätte der Volksvertretung, stimme für den König der Könige ein Loblied an, die du dich freuen kannst ob deiner 2000jährigen stets wechselvollen Geschichte.

Ad Aufanias Matronas,

inter iconas paganas

surgit Deus unicus.

Mithrae, Iovis aetas cessit,

Christus regnat, Christus pressit,

sonat novus iubilus.

Bei den aufanischen Muttergottheiten inmitten der heidnischen Götzenbilder erhebt sich dann hoch der einzige Gott. Das Zeitalter des Mithras und des Juppiter ist vergangen, Christus herrscht als König, diese aber hat Christus zu Boden geschmettert, so tönt der neue Jubelchor.

Christi regis miles fortis,

hic invictae dux cohortis

Cassius, Florentius,

qui patroni valent urbis,

celebrantur testes crucis,

nec non et Mallusius.

Als Christkönigs tapferer Held ist hier jetzt Cassius als Führer seiner unbesiegbaren Kohorte und auch Florentius. Sie sind weithin wirksam als Patrone der Stadt, werden gefeiert als Blutzeugen des Kreuzes und zugleich mit ihnen auch Mallusius.

Pax Romani quam tulerunt

et tunc Franci sustulerunt,

reddita a Carolo.

Monasterium est structum,

muro firmo circumductum

in Bonnensi oppido.

Der Friedenszustand, den die Römer brachten und den hernach die Franken beseitigten, wurde dem Lande wiedergeschenkt vom großen Karl. Hoch aufgerichtet ward der Bau des Münsters und mit einer festen Mauer umgeben hier im Stadtbezirk von Bonn.

 

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