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Vor dem Höchsten,
Hochgeweihten
Hymnus zu Ehren
unserer Stadtpatrone. Wiederaufgefunden
im Kirchenarchiv von Kiedrich. (Melodie GL 637)
Vor dem Höchsten,
Hochgeweihten,
nahm die Kirche die im
Streiten
an dem hellen Jubel
teil.
Der der Siegenden
erglänzet,
da sie die Thebäer
kränzet,
deren Fall der Sünder
Heil.
Habt von Helden nicht
gehöret,
die, was Engel einst
zerstöret,
herrlich wieder
auferbau'n?
Nicht von Davids
wahren Mannen,
die mit ihm den Sieg
gewannen
über Fleisch, Welt,
Teufels Grau'n?
Bürger stolz vom
Nilesstrande
ziehn zum Staat der
Gotteslande
und zum Fürsten, der
ihn lenkt.
Der der Kirche
Gnadenlehren
und der Taufe
Gnadenehren
ihnen huldvoll selber
schenkt.
Römer Glaubensschild
zur Seite
weih'n sie mutig sich
dem Streite
unter Romas Kaiserar.
Dann heißt's Götter
zuzuschwören,
um den Namen schön zu
hören:
„die Thebäische –
Ehrenschar."
Gottes Männer, seht
aus Theben,
wollen Gott, was
Gottes geben,
ihrem Herrn, was
dessen ist.
Mann für Mann den
Bluteszehnten
ihrem Kaiser, dem
Ersehnten,
ihren Geist, Herrn
König Christ.
Als die Opfer all
geschlachtet,
strömt aus Augen, jäh
umnachtet
Blütenglanz voll
Süßigkeit.
Doch die meisten, roh
zerhauen,
geistig Glaubensheil
erschauen
sel'gen Scharen
eingereiht.
Auch zu Bonn, zu Köln,
zu Xanten,
Ehrentempel bald
erstanden
heil'gem Tod auf
heil'gem Grund.
Weihrauchbrand steigt
ihrem Ruhme
Salzesopfers edle
Blume
sucht auf's neue
Gottes Bund.
Heil'ge Sieben, deren
Spenden
siebenförmig sich
vollenden,
Cassius führt zum
Heil’gen Geist.
Guter Jesus, Deine
Gaben
freuen uns wie echtes
Haben,
der du Heldenkrone
heißt.
Durch die Fürsprach
solcher Krieger
laß uns werden
Geistessieger,
Christ, der soviel
Güte weist!
Mach uns wert, den
Glanz zu schaun,
den da streu'n durch
Himmelsauen,
Vater, Sohn und
Heil'ger Geist!
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