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1166 - Erhebung der Gebeine
der Märtyrer Cassius und Florentius
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Auf der Rückseite der Dreikönigenschreins im Kölner Dom
ist die plastische Halbfigur eines Bischofs mit Mitra eingesetzt. Sie
stellt Erzbischof Rainald von Dassel dar, der im Jahre 1164 die Gebeine
der Heiligen Drei Könige aus Mailand erhielt |
„... unter großer Anteilnahme von Klerus und Volk, so erzählt die
Kölner Königschronik, erhoben Propst Gerhard von Are und Erzbischof Rainald von
Dassel die Gebeine der Heiligen aus den steinernen Sarkophagen unter der Krypta
und stellten sie in Kostbaren Schreinen auf dem Hochaltar zur Verehrung aus.“
Dieses Ereignis am 2. Mai 1166 – also 13 Jahre nach der Weihe des
Chores und Hochaltares – stellt gleichsam die Heiligsprechung unserer
Stadtpatrone Cassius, Florentius und Gefährten dar. Im Mittelalter war dieses
„Erheben der Heiligen“ auf den Altar durch die Gläubigen und Priester vor Ort
ein Akt der Heiligsprechung ohne einen formalen Prozess in Rom wie wir es heute
kennen. Der 2. Mai wurde durch die Jahrhunderte im Cassiusstift und im ganzen
Erzbistum Köln als hoher Festtag begangen. Es ist neben dem 10. Oktober der
zweite große Festtag zu Ehren unserer Stadtpatrone.
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