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Fest der Bonner Stadtpatrone

Cassius und Florentius

9. bis 18.10.2011

 

 

 

 

 

 

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Gott ist

immer größer

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Grußwort

des Stadtdechanten und Münster-Pfarrers

Msgr. Wilfried Schumacher

 

 

In London, Washington und Madrid kann man mit einem Bus der örtlichen Verkehrsunternehmen durch die Stadt fahren, auf denen steht in großen Buchstaben geschrieben: „Es gibt keinen Gott“? Atheisten haben die Werbeflächen gemietet. Da steigt mancher aus Überzeugung ein und legt Zeugnis von seinem Unglauben ab. „Erfülltes Leben braucht keinen Gott“, lautet vielfach die Devise.

 

Wir aber lassen uns Gott nicht ausreden. „Gott ist immer größer“, haben wir deshalb über das diesjährige Fest unserer Stadtpatrone Cassius und Florentius geschrieben. Unsere Bilder, Vorstellungen oder Worte können die unendliche Wirklichkeit Gottes in keiner Weise beschreiben oder ermessen. Sie übersteigt alles.

 

„Gott ist immer größer“ – das ist auch das Zeugnis der beiden römischen Märtyrer, über deren Gräber das Münster erbaut wurde. Größer auch als das eigene Leben, das wir gerne als das Kostbarste bezeichnen, das wir haben.

 

Für den mittelalterlichen Menschen bedeutete der Besitz von Gräbern heiliger Menschen einen ungeheuerlichen Reichtum: das Grab war die Kontaktstelle zum Himmel, wo man den Heiligen zu sein glaubte. Ihm nahe zu sein, hieß, ein Stück Himmel auf Erden zu haben, seiner Kraft, seiner Fürsprache gewiss zu sein.

 

In unserem Münster war für die Menschen des Mittelalters also ein „Stück Himmel auf Erden“. Die „villa basilica“, die sich rund um das Münster entwickelte, war die Keimzelle Bonns. Als viele Jahrhunderte später aus den Ruinen des zweiten Weltkriegs eine neue Demokratie in unserem Land entstand, schrieben die Mütter und Väter des Bonner Grundgesetzes als seine ersten Worte: „Im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott...“

 

Der Glaube an Gott hat Tradition in unserer Stadt. Daran wollen wir erinnern mit unserem Motto. Der Heilige Ignatius von Loyola, von dem dieses Wort stammt, war ebenso überzeugt, wir können Gott in allem suchen und finden. In jedem Menschenantlitz, im Dunkel und im Licht, in der Freude und in der Not menschlichen Lebens, in der Erfahrung seiner Nähe und Ferne – überall können wir ihn finden. Und doch wird er immer größer sein.

 

Auf diesen Weg laden wir Sie herzlich ein!

Msgr. Wilfried Schumacher

Stadtdechant

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