Seit mehr als 1300 Jahren gibt es die Pilgerstätte der Bonner
Stadtpatrone Cassius und Florentius. Über ihren Gräbern entstand eine erste
Kapelle und später das Bonner Münster. Von dort aus wuchs die erste "Villa
Basilika", der spätere mittelalterliche Stadtkern von Bonn.
Sie waren römische Soldaten und gehörten zur Thebäischen Legion, welche ganz zum
Christlichen Glauben konvertierte und den Kaiser nicht mehr als Gott anbeten
wollte. Für den römischen Herrscher galt dies als Wehrkraftzersetzung und
Widerstand gegen die Staatsgewalt. Nach und nach wurden alle 6.600 Soldaten
hingerichtet. Zwei in Bonn an den Hängen des Kreuzbergs: Cassius und Florentius.
Gotteshaus, Kirche, Dom, Münster, Basilika, Pilgerkirche,
Stiftskirche... Die Vielfalt des Bonner Münsters übertrifft die Anzahl der
Bezeichnungen dieses knapp 1000 Jahre alten Sakralbaus. Es ist ein Ort der
Begnung von Gott und Mensch, der durch die Jahrhunderte immer wieder auf den
aktellen Stand gebracht wurde. Seiner Aufgabe als Gotteshaus treu geblieben,
setzt sich das Münster mit den großen Geistesströmen unseres Kontinentes
auseinander, weshalb keine Kunstepoche fehlt. Der Historiker Heinrich Lützeler
nannte das Münster daher: Ein Europäisches Monument.
Eindrücke aus den vergangenen Jahren - Slideshow
Über den Gräbern der Märtyrer Cassius und Florentius steht heute
das Bonner Münster St. Martin. Hier, und nicht im Römerlager im Norden der
heutigen Stadt, entwickelte sich seit der Jahrtausendwende der heutige Stadtkern
der ehemaligen Bundeshauptstadt. Es ist die Zeit der schwersten
Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian. Warum fühlt sich der mächtige Kaiser
Roms von einen religiösen Minderheit bedroht, was warf er ihnen vor?
Videoclip:
Stadtpatrone
Stadtdechant Msgr. Wilfried Schumacher berichtet über den
Pilgerweg im Bonner Münster anlässlich des Fest der Stadtpatrone.
Msgr. Wilfried Schumacher berichtet über das Fest der
Stadtpatrone Cassius und Florentius in Bonn. Das Fest trägt den Titel: "Helden
mit langer Haltbarkeit" und begann am 05.10.2008.
Einem mittelalterlichen Brauch folgend, überbrachte
Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann (SPD) beim Hochamt im Münster am 14.
Oktober das Kerzenopfer für den Rat der Stadt.
Uraufführungen kennzeichnen die Festdekade zum Fest der Bonner
Stadtpatrone 2007: Zu den Klängen einer von Regionalkantor Markus Karas eigens
komponierten Cassius-Florentius-Fanfare leitete Stadtdechant Wilfried Schumacher
am Sonntagabend die Eröffnungszeremonie ein. Im Mittelpunkt des Interesses
stehen die beiden Reliquienbüsten, vor zwei Jahren wiedergefunden,
zwischenzeitlich restauriert und nun erstmals auch im Brennpunkt der
Festlichkeiten. Vor dem Münsteraltar stehend, laden sie die Pilger ein.